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STUDIERENDE
DHBW
DHBW-KOMPASS
KOMPASS SEITE 13
„Das Ergebnis ist herausragend“
DHBW-Studierende zeigen in zwei Imagefilmen für die Arkade e.V, wie Gastfamilien Teilhabe ermöglichen
Studierende des Studiengangs BWL
– Medien und Kommunikation an
der DHBW Ravensburg haben zwei
Imagefilme für die Arkade e. V. produziert. Die Filme informieren über
das Begleitete Wohnen in Familien
(BWF) und geben Einblicke in das
Zusammenleben mit Gastfamilien.
Sie sind ab sofort auf YouTube abrufbar und werden auf der Webseite
der Arkade e. V. veröffentlicht.
Die Arkade bietet im Landkreis Ravensburg sozialpsychiatrische Hilfen
für Menschen mit Unterstützungsbedarf an. Neun Studierende des vierten Semesters arbeiteten für die
Imagefilme zum Begleiteten Wohnen
in zwei Projektgruppen. Sie entwickelten Konzepte und Storyboards und
bereiteten Interviews und Dreharbeiten vor. Während der Projektwoche
setzten sie ihre Ideen filmisch um.
Hochschulseitig wurden sie von zwei
erfahrenen Filmemachern aus der
Praxis betreut. Sie unterstützten die
Studierenden während des gesamten
Prozesses von Filmen bis zum Schnitt.
„Mich hat besonders gefreut, dass gleich zwei tolle
Imagefilme für die Arkade
entstanden sind und meine
Studierenden einen wertvollen gesellschaftlichen
Beitrag durch unser Filmprojekt leisten konnten“,
sagt Prof. Dr. Simone Besemer, Studiengangsleiterin an der DHBW Ravensburg
Das BWF ist ein Angebot zur sozialen
Teilhabe. Menschen mit einer seelischen Behinderung und Unterstützungsbedarf leben dabei in einer sogenannten Gastfamilie. Dabei muss
es sich nicht zwingend um eine biologische Familie handeln. Auch das
Leben mit einer Lebensgemeinschaft oder bei einer Einzelperson
ist möglich. Die Gastfamilien unterstützen die Bewohner im Alltag. Das
BWF, der Fachdienst von Arkade e.
V., steht beiden Seiten als Ansprechpartner zur Verfügung.
„Ich bin völlig begeistert,
was in einer Woche Filmdreh möglich ist. Das Ergebnis ist herausragend“,
kommentiert Felix Willibald, Leiter des
BWF bei Arkade e. V., das Ergebnis
Für die Dreharbeiten besuchten die
Studierenden das BWF sowie zwei
Gastfamilien in Berg und Ettishofen.
Hier führten sie Gespräche mit Mitarbeitenden des Fachdienstes, Gastfamilien sowie Bewohnerinnen und
Bewohnern. Die persönlichen Begegnungen ermöglichten authentische Einblicke in unterschiedliche
Lebenssituationen.
Die Studierenden machten während
des Projekts nicht nur Erfahrungen
bei der Videoproduktion. Sie zeigten
und förderten auch ihre Fähigkeit,
empathisch auf die verschiedenen
Lebenssituationen der Menschen
einzugehen. Durch die Gespräche
mit den Gastfamilien und Bewohnern konnten Wissenslücken zum
Leben mit seelischen Behinderungen geschlossen werden.
Inhalte des Studiums mit praktischer
Medienarbeit. Die Studierenden
übernahmen gemeinsam Verantwortung für die Planung und Umsetzung der Filme und setzten sich zugleich mit der gesellschaftlichen Wirkung ihrer Arbeit auseinander. Sie
lernten sich nicht nur in ihrer eigenen Gruppe, sondern auch gruppenübergreifend abzusprechen. So
entstanden zwei eigenständige, sich
ergänzende Imagefilme.
Auch die Gastfamilie Böhmer hebt
den Umgang der Studierenden mit
den Beteiligten hervor: „Es war toll
zu sehen, dass die Studentinnen mit
viel Engagement und Begeisterung
gefilmt und interviewt haben. Besonders gut gefallen hat uns, dass sie
ein gutes Gespür für die jeweiligen
Situationen hatten. Egal, ob nachdenklich am Tisch oder aktiv im
Kuhstall.“
wie offen wir von den
Das Projekt verbindet die fachlichen
Gastfamilien und
„Besonders schön war es,
Tilmann Häusser betreut das Projekt als Dozent
Die Themenstellung der Fallstudie
2026 lautete „Analyse von Wertschöpfungsketten am Beispiel der
Customer Journey von Tagesbesuchern und Übernachtungsgästen in
der Stadt Meersburg“. Auf Basis von
Desktop- und Sekundäranalysen untersuchten die Studierenden des
Kurses WTB 324 unter anderem das
ursprüngliche und abgeleitete Angebot der Destination, touristische
Kennwerte, den Internet-Auftritt sowie die Aktivitäten auf mehreren Social-Media-Kanälen. Interessant ist in
diesem Zusammenhang die Geschichte, dass der Meersburger Gemeinderat vor elf Jahren eine Facebook Präsenz noch ablehnte. Deute
verfolgen weit über 10.000 Follower
die Facebook und Instagram-Beiträge der Stadt.
Auf Einladung von Daniel Müller
(Leitung Abteilung Tourismus und
Veranstaltungen der Stadt Meersburg) stellten die Studierenden im
„vineum“ in Meersburg ihre Ergebnisse vor. Nachdem die meisten
Kursteilnehmer Ende Mai bereits
wieder in der Praxisphase waren,
konnte nur ein kleiner, jedoch sehr
kompetenter, Kreis einen überzeugenden Vortrag halten.
Das Fazit war, dass keine signifikanten Lücken im Leistungsangebot
vorliegen und dass die bestehenden
touristischen Dienstleistungen und
die Angebote der Stadt den Bedürfnissen der Nachfragegruppen entsprechen. Bei 204.134 Übernachtungsgästen in Beherbergungsbetrieben mit mehr als 10 Betten und
geschätzten 68.000 Übernachtungen
hause empfangen wurden. Wir konnten viele
interessante Gespräche
führen und Einblicke in
ihr Leben bekommen“,
Studentin Johanna Köppinger
Die beiden Imagefilme sind
auf Youtube abrufbar.
Stammzellenspender gefunden
Eine Analyse der Destination Stadt Meersburg
Bereits vor elf Jahren widmeten sich
Studierende im Seminar Destinationsmarketing dem Meersburg-Tourismus. Im Kurs WTB 314 wurde damals das touristische Angebot, zentrale Kennzahlen, Web-Statistiken
und weitere Indikatoren von Meersburg im Vergleich zum benachbarten Überlingen detailliert analysiert.
Bewohnern in ihrem Zu-
in Betrieben mit weniger als 10 Betten und Privatübernachtungen sowie
den rund 600.000 Tagesbesuchern
kamen im Jahr 2024 rund 51 Mio
Euro touristische Umsätze (Hochrechnung gem. Berechnungsschlüssel des dwif 2024) zusammen. Diese
Summe unterstreicht die Bedeutung
des Tourismus in der Stadt. Alle entscheidenden Elemente der Wertschöpfungskette, von der ersten
Kontaktaufnahme bis zur Nachbetreuung der Gäste, werden durch regionale Akteure abgedeckt. Zudem
zeigt sich, dass das touristische Gesamtangebot hinsichtlich Qualität
und Vielfalt tragfähig ist und die Voraussetzungen für eine weitere erfolgreiche Entwicklung der Destination geschaffen sind.
Attraktive Destination Meersburg
Daniel Müller bedankte sich nach
dem zweistündigen Vortrag und der
anschließenden Diskussion herzlich
und stellte fest, dass „die Ergebnisse
der studentischen Arbeit eine solide
Grundlage für strategische Entscheidungen im Tourismussektor der
Stadt Meersburg liefern. Damit wird
ein wichtiges Ziel der Abteilung Tourismus und Veranstaltungen unterstützt, nämlich Meersburg als attraktive Destination zu positionieren,
weiterzuentwickeln und dabei die
Bedürfnisse der Gäste in den Mittelpunkt zu stellen.“
Im Oktober 2025
konnten
sich Studierende
der
DHBW
Ravensburg für
die Deutsche
Stammzellenspenderdatei (DKMS) typisieren
lassen. Einer von rund 200 Spender*innen war Gianluca Marihart
vom Studiengang BWL-International Business. Und: Er ist ein
Treffer und spendet nun Stammzellen.
Den Anstoß für die Typisierung
gaben Vanessa Rinker vom Studiengang BWL-Messe-, Kongressund Eventmanagement, und parallel Prof. Dr. Stefan Fischer
vom Studiengang BWL-Bank.
Durch ihn kam der Kontakt zur
Volksbank Ulm-Biberach und
deren Münch-Olschewski-Stiftung zustande. Eine einzige Typisierung kostet immerhin 50
Euro. Und die Stiftung war ebenfalls sofort dabei, die DHBW-Typisierungen für die DKMS zu
finanzieren und 200 Studierende
haben sich so für die Stammzellenspenderdatei typisieren lassen.