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FORSCHUNG / PUBLIKATION
DHBW
DHBW-KOMPASS
KOMPASS SEITE 14
Forschungstag mit Ravensburger Beteiligung
Platz 3 beim DHBW Sustainability Research Award geht an Prof. Dr. Thomas Dobbelstein
Grenzen überschreiten – und dennoch eine Verbindung schaffen.
„Crossing lines – connecting minds“
war das Motto des DHBW-Forschungstag. Der dritte Platz beim
DHBW Sustainability Research
Award ging dabei an Prof. Dr. Thomas Dobbelstein von der DHBW Ravensburg mit seiner interkulturellen
deutsch-südafrikanischen
Forschungsreihe zu den Themen Recycling, dem Kauf recycelter Produkte
und Lebensmittelverschwendung.
Mit dabei von der DHBW Ravensburg war auch Prof. Dr. Michaela
Nübling mit einem Beitrag zu Forschung zu gesundheitsfördernder
Praxis. Prof. Dr. Ernst Deuer präsentierte zum Bereich Künstliche Intelligenz (KI), Digitalisierung und Digitalität ein Poster aus dem Forschungsprojekt „Studienverlauf –
Weichenstellungen, Erfolgskriterien
und Hürden im Verlauf des Studiums an der DHBW“.
„Forschung überschreitet Grenzen
und sie soll verbinden“, sagte Prof.
Dr. Sabrina Kummer, die den Forschungstag an der DHBW in Villingen-Schwenningen
moderierte.
Ganz im Zeichen der Interdisziplinarität erwartete die Besucher ein
großes Portfolio an großen Gegenwartsthemen – über Demokratie, die
Third Mission, über Wasserstoff-Reinigung bis hin zu Nachhaltigkeit.
„Wo Grenzen enden, da beginnt
Prof. Dr. Ernst Deuer präsentierte ein Poster aus dem Forschungsprojekt „Studienverlauf – Weichenstellungen, Erfolgskriterien und Hürden im Verlauf des Studiums an der
DHBW“. Der dritte Platz beim DHBW Sustainability Research Award ging an Prof. Dr. Thomas Dobbelstein.
Inovation“, sagte DHBW-Präsidentin
Prof. Dr. Martina Klärle zum Auftakt
des Forschungstages. Den Austausch
über Fachgrenzen hinweg als Erfolgsfaktor für Forschung mit gesellschaftlicher Relevanz hob Dr. Dirk
Brinkmann als DHBW-Vizepräsident
für Forschung, Innovation und Internationalisierung hervor.
DHBW Sustainability
Research Award
„Forschen. Verändern. Zukunft sichern“ – Unter diesem Leitgedan-
ken wurde beim Forschungstag erstmals der DHBW Sustainability Research Award verliehen. Mit dem
Preis würdigt die DHBW herausragende Forschungsarbeiten, die einen konkreten Beitrag zu einer
nachhaltigen Entwicklung leisten
und Forschungsergebnisse erfolgreich in Praxis, Gesellschaft oder
Hochschule transferieren.
Den ersten Platz belegte Prof. Dr.
Volker Schulz mit seinem Forschungsprojekt „PROKOREI H2 –
Elektrochemischer Verdichter für
die Reinigung und Kompression von
Wasserstoff“. Der zweite Platz ging
an Prof.in Dr.in Barbara Schramkowski für ihr Projekt „Best Practice
Klimaschutz im Sozialsektor“. Den
dritten Platz erreichte Prof. Dr. Thomas Dobbelstein mit seiner interkulturellen deutsch-südafrikanischen
Forschungsreihe zu den Themen
Recycling, dem Kauf recycelter Produkte und Lebensmittelverschwendung.
Poster-Slam und Poster-Ausstellung:
Forschung sichtbar gemacht
Prof. Dr. Ernst Deuer präsentierte
ein Poster aus dem Forschungsprojekt „Studienverlauf – Weichenstellungen, Erfolgskriterien und Hürden im Verlauf des Studiums an der
DHBW“. Das Projekt untersucht seit
Beginn der Corona-Pandemie die
Rolle und Potenziale der Digitalisie-
rung im dualen Studium.
Das Projekt untersucht seit Beginn
der Corona-Pandemie die Rolle und
Potenziale der Digitalisierung im
dualen Studium. Seit 2023 rückt dabei zunehmend auch die Bedeutung
von KI in Studium und Lehre in den
Fokus der Analysen. Die bisherigen
Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung
von KI-Anwendungen unter Studierenden bereits weit verbreitet ist und
diese ihre Kompetenzen im Umgang
mit KI überwiegend hoch einschätzen. Lehrende zeigen sich dagegen
sowohl bei der Nutzung von KI als
auch bei der Einschätzung ihrer eigenen Kompetenzen bislang zurückhaltender.
Nachhaltigkeit messbar machen
Ein Playbook
Valerie Grimm und Thomas Bauer zu nachhaltigerem Eventmanagement
Jens Kuntzemüller über Daten und Events
Nachhaltigkeit messbar machen: Publikation eines Modells zur Prognose
des standortbezogenen CO2 -Fußabdrucks von Veranstaltungen.
Gerade frisch erschienen ist das Buch
„Datengetriebenes Eventmanagement – Eventdaten verstehen, skalieren, nutzen“ von Jens Kuntzemüller, Akademischer Mitarbeiter
an der DHBW Ravensburg. Das
Buch schließt eine Lücke, denn
über dieses Thema gibt es bisher
noch kaum Literatur oder umfassende Betrachtung. Erschienen ist
es in der Schriftenreihe Messe-,
Kongress- und Eventmanagement
im Verlag Duncker & Humblot.
Die wissenschaftliche Studie von
DHBW Dozentin und Alumna Valerie Grimm und Prof. Dr. Thomas
Bauer vom Studiengang BWL-Messe, Kongress- und Eventmanagement
an der DHBW Ravensburg im Journal of Convention & Event Tourism
liefert praxisnahen Ansatz für nachhaltigeres Eventmanagement.
Wie lassen sich die Treibhausgasemissionen einer Veranstaltung bereits in der Planungsphase abschätzen – und gezielt reduzieren? Dieser
Frage widmen sich Prof. Dr. Thomas
Bauer und Valerie I. Grimm von der
DHBW Ravensburg in ihrer aktuellen wissenschaftlichen Veröffentlichung. Die Studie stellt einen im
Rahmen der zugrundeliegenden
Fallstudie entwickelten Prognoseansatz vor, der den standortbezogenen
CO2 -Fußabdruck von Veranstaltungen prognostiziert und damit eine
fundierte Entscheidungsgrundlage
für nachhaltigeres Eventmanagement schafft.
Angesichts wachsender Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung, etwa durch die europäische Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und weitere
regulatorische Vorgaben, stehen
Veranstaltungsorganisationen zunehmend vor der Herausforderung,
ihre Emissionen transparent zu dokumentieren. Besonders komplex ist
dies in der Veranstaltungsbranche,
in der zahlreiche Dienstleister entlang der Wertschöpfungskette zusammenwirken.
Die Forschenden der DHBW Ravensburg setzen genau an dieser Stelle
an. Ihr entwickeltes Rahmenmodell
ermöglicht es, relevante Emissionsquellen systematisch zu erfassen und
den Product Carbon Footprint
(PCF) verschiedener Veranstaltungskomponenten und -dienstleistungen
standortbezogen auf Basis von Planungsparametern zu prognostizieren. Dabei werden Dienstleistungen
nach ihrem Leistungsort gruppiert
und zentrale Einflussfaktoren wie
Energieverbrauch oder Catering berücksichtigt – Bereiche, in denen
sich bereits während der Planung
Ansatzpunkte zur Emissionsminderung ableiten lassen.
die praktischen Herausforderungen
der Datenerhebung in der Veranstaltungswirtschaft auf. Dabei wird deutlich, dass ökologische Kennzahlen
eng mit wirtschaftlichen Faktoren
wie Saisonabhängigkeit oder Auslastung verknüpft sind. Die Ergebnisse
leisten damit einen fallstudienbasierten Beitrag zur Diskussion über die
Nachhaltigkeitsbewertung in der
MICE-Branche, insbesondere der aktiven Integration von Emissionsprognosen in Planungs- und Entscheidungsprozesse. Branchenspezifische
Leitlinien zur Ermittlung von Event
Carbon Footprints werden kontinuierlich weiterentwickelt und ergänzen den methodischen Diskurs.
„Nachhaltigkeit darf nicht erst nach
einer Veranstaltung bilanziert werden. Entscheidend ist, ökologische
Auswirkungen bereits im Vorfeld
sichtbar zu machen, damit Veranstalter fundierte Entscheidungen
treffen können“, erläutert Prof. Dr.
Thomas Bauer vom Studiengang
Messe-, Kongress- und Eventmanagement der DHBW Ravensburg.
Das Projekt einer kooperativen Forschung wurde gemeinsam mit der
Messe Frankfurt, einem langjährigen
Dualen Partner der DHBW Ravensburg, verwirklicht. Valerie Grimm
vertritt die Messe Frankfurt in nationalen und internationalen Nachhaltigkeits-Arbeitskreisen.
Die Studie basiert auf einer Fallstudie
über drei Kongressformate und zeigt
Das Journal of Convention & Event
Tourism ist eine in der Veranstaltungsbranche renommierte englischsprachige Fachzeitschrift.
Events sind weit mehr als organisatorische Einzelprojekte: Sie sind
strategische Touchpoints, Marketinginstrumente, Erlebnisräume
und Datenquellen zugleich. An vielen Stellen wie der Anmeldung oder
in der Interaktion werden Daten erfasst und erzeugt. Dennoch nutzen
viele Organisationen Eventdaten bislang nur punktuell. Jens Kuntzemüller zeigt auf, wie aus verstreuten Informationen ein systematischer, datengetriebener Ansatz wird – von der
Datenerfassung über die Analyse
und Interpretation bis hin zu Personalisierung, Marketing, Sales, Ressourcensteuerung, Nachhaltigkeit
sowie Recht und Ethik.
Wissenschaftliche Grundlage
und praxisnahe Methoden
Dieses Playbook verbindet wissenschaftlich fundierte Grundlagen mit
praxisnahen Methoden, Checklisten
und konkreten Anwendungsbeispielen. Als Arbeitsbuch richtet es sich
an Eventmanager, Marketingverantwortliche, Agenturen und Entscheider, die Veranstaltungen nicht nur
professionell planen, sondern gezielt
steuern und messbar erfolgreicher
machen möchten.
Jens Kuntzemüller weißt wovon er
spricht in seinem Buch, denn er verbindet beides: Einen Hintergrund
in der Eventbranche als auch die
Verknüpfung zur Digitalisierung in
allen Bereichen. Er hat an der
DHBW Ravensburg BWL-Messe-,
Kongress- und Eventmanagement
studiert, seinen Master sattelte er in
Human Resources und Organisation
drauf. Dazu kommt, dass er derzeit
Studiengangsmanager und Akademischer Mitarbeiter im Studiengang
BWL-Digital Business Management
an der DHBW Ravensburg ist.
ISBN: 978-3-89673-827-1
Verlag: Duncker & Humblot