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PUBLIKATION / FORSCHUNG
Preis der WirtschaftsWoche für Schutera
„attitude" macht tranparent wie AI-Systeme Unternehmen sehen und wahrnehmen
eigene Homepage optimal für AISysteme strukturiert ist.
Die Idee verbindet Hörsaal und Praxis. In seinen Vorlesungen und seiner Forschung zu Large Language
Models und Agentensystemen geht
Sicherheit entsteht nicht durch
Zögern und Zurückschrecken
Mark Schutera, Professor im Studiengang Data Science und Künstliche
Intelligenz an der DHBW Ravensburg, hat mit seinem Unternehmen
den Best of Technology Award 2026
der WirtschaftsWoche gewonnen.
Bei der Preisverleihung belegte er
in der Kategorie Best of Technology
den ersten Platz. Die Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie bewertet jährlich Digitallösungen
aus ganz Deutschland. Ausgezeichnet wurde insbesondere „attitude",
eine Anwendung, die transparent
macht, wie AI-Systeme Unternehmen sehen und wahrnehmen.
Hintergrund ist ein Wandel in der
Frage, wie sich das Bild von Unternehmen, Marken und Institutionen
durch KI-Systeme formt. Der Zugriff
auf Informationen wird immer stärker geprägt durch KI Systeme, statt
der klassischen Suchmaschine. Das
gilt für die Kundschaft ebenso wie
für Bewerber, Geschäftspartner und
Medien. Was die AI antwortet und
ob man Teil dieser Antwort ist, prägt
den ersten Eindruck, oft bevor jemand die eigene Website besucht.
Unter attitude.schutera.com prüfen
Unternehmen kostenlos, wie AI sie
wahrnimmt, wie stark sie empfohlen
werden, welche Wettbewerber stattdessen genannt werden und ob die
Mit einer aktuellen Studie zeigt
die DHBW Ravensburg, wie verwundbar lernende Roboter für
manipulierte Trainingsdaten
sind. Mark Schutera, seit April
Professor im Studiengang Data
Science und Künstliche Intelligenz, hat das Risiko gemeinsam
mit dem Robotik-Ingenieur Stefan Bühler an einem realen Robotersystem untersucht. Die
Arbeit wurde zur KI2026 angenommen, der deutschen Fachkonferenz für Künstliche
Intelligenz.
Schutera der Frage nach, wie
Sprachmodelle zu ihren Antworten
und Einstellungen kommen. Zugleich berät er Unternehmen und
Startups bereits seit einigen Jahren
beim Einsatz von AI.
deren Verhalten nicht mehr vollständig regelbasiert konstruiert,
sondern gelernt ist. Das ist gut so,
denn es bedeutet bessere Generalisierbarkeit und adaptiveres, intelligenteres Verhalten der
Systeme. Wer solche Systeme jedoch betreibt, übernimmt damit
auch ihre Datenlieferkette und
ihre Eigenheiten. Zu wissen,
woher Trainingsdaten kommen
und was in ihnen und den daraus
abgeleiteten Modellen steckt, gehört damit zum Handwerk.
Als Warnung vor der lernenden
Robotik versteht Schutera, der
auch im Expert Forum des AI Office der Europäischen Kommission mitwirkt, die Ergebnisse
seiner Forschung deshalb nicht,
sondern als Arbeitsauftrag: „Sicherheit entsteht nicht durch Zögern und Zurückschrecken,
sondern in der Auseinandersetzung, dem Erwerb von Kompetenzen, Wissen und Können." Im
Roboterlabor der DHBW arbeiten
Studierende darum mit denselben offenen Systemen und Modellen, an denen die Studie
entstand: Sie probieren, scheitern
und erwerben die Kompetenzen.
Moderne Roboter werden immer
seltener Zeile für Zeile programmiert, sie lernen aus Daten und
Vorführungen, oft aus offenen
Ökosystemen, in denen eine weltweite Gemeinschaft Baupläne,
Software und Trainingsdaten frei
teilt. In der Studie genügten ein
paar wenige manipulierte Vorführungen, um ein verstecktes
Auslösewort im Robotersystem zu
verankern: Taucht das Auslösewort im Arbeitsauftrag auf, friert
der Arm ein.
Schiller in zwei
Zeilen Code
Die Tragweite reicht weit über
das Labor hinaus. In Fertigung
und Logistik übernehmen zunehmend Systeme Verantwortung,
Mit einem frei verfügbaren Datensatz macht die DHBW Ravensburg die Dramen Friedrich
Schillers für kleine Sprachmo
Der Preis steht für ihn auch für das,
was er am dualen Studium schätzt:
Den kurzen Weg zwischen Hochschule und Unternehmen, auf dem
Forschung durch die Industrie informiert, schnell zur Anwendung
kommt.
delle zugänglich. Professor Schutera hat „tiny_schiller" Mitte September auf der KONVENS 2026
an der Universität Hamburg vorgestellt, der Fachkonferenz für
maschinelle Sprachverarbeitung
im deutschsprachigen Raum.
Wer verstehen will, wie Sprachmodelle lernen, baut am besten
selbst eines. Lehre und Forschung
greifen dafür weltweit zu kleinen
Textdateien, sogenannten Toy-Datasets. Diese sind häufig englischsprachig. Ein deutsches
Gegenstück fehlte, obwohl es an
Texten nicht mangelt: Bevor ein
Modell Schillers Dramen aus digitalen Archiven liest, müssen Dateiformate zerlegt, Sprecherangaben
vereinheitlicht und Sonderzeichen codiert werden. Genau diese
Reibung beseitigt Schuteras
„tiny_schiller“: Elf Dramen des gebürtigen Marbachers, von „Die
Räuber" bis „Wilhelm Tell", bereinigt in einer einzigen Datei, als
maschinelles Lernsubstrat verfügbar in nur zwei Zeilen Code.
Ein großes Sprachmodell lässt
sich mit dem Datensatz nicht trainieren, wohl aber das Verständnis
dafür, wie eines lernt. Auf einer
handelsüblichen Grafikkarte ließ
sich ein kleines offenes Modell in
wenigen Stunden auf Schillers
Dialoge nachtrainieren. Für
Schutera ist das Ziel klar:
„tiny_schiller“ soll ein Substrat
für das Prototyping in der Forschung sein und kann aus eigener Erfahrung ebenso geschickt
in der Lehre eingesetzt werden.
Respektvoller Umgang im Arbeitsalltag
Die Busche-Personalstudie fragt nach dem Arbeitsklima im Gastgewerbe
Die Busche-Personalstudie 2026 hat
auf Basis von mehr als 2.500 anonymen Rückmeldungen die „TOP-Arbeitgeber“ im Gastgewerbe ermittelt.
Im Mittelpunkt der Untersuchung
standen die Erfahrungen von Mitarbeiter*innen aus Hotellerie und Gastronomie – von Arbeitsklima und
Führungskultur über Karriereperspektiven bis hin zu Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance. Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie von Prof. Dr. Almut Steinbach,
Studiengangsleiterin BWL-Tourismus, Hotellerie und Gastronomie
an der DHBW Ravensburg.
Ziel der Untersuchung war es, sichtbar zu machen, wie Beschäftigte ihren Arbeitsalltag in Hotels und Restaurants tatsächlich erleben – und
welche Betriebe aus Sicht ihrer
Teams besonders verlässliche und
attraktive Arbeitgeber sind. Die Ergebnisse entstehen in einer Zeit, in
der das Gastgewerbe weiterhin erheblichen wirtschaftlichen Belastungen ausgesetzt ist. Von großer Bedeutung ist dabei, wie Betriebe ihre
Mitarbeiter*innen binden, motivieren und entlasten.
Die Befragten bewerteten ihre Arbeitgeber aus der Hotellerie und
langfristige Karriereplanung im eigenen Betrieb möglich sei, vergleichsweise niedrig aus. Auch flexible Arbeitszeitmodelle – etwa eine
4-Tage-Woche oder Homeoffice-Regelungen in geeigneten Bereichen
– werden bislang nur eingeschränkt
wahrgenommen.
„Die Studie zeigt, dass in vielen Betrieben schon heute eine hervorragende Personalarbeit geleistet wird.
In vielen Fällen gelingt es, Leidenschaft für die Aufgabe, den Arbeitsplatz und vor allem für die Arbeit im
Team zu entfachen. Herausforderungen bleiben bestehen, aber gerade der Vergleich mit der Studie
aus dem Vorjahr zeigt, dass die Werte
sehr stabil sind und die Arbeitszufriedenheit in der Branche deutlich
höher einzuschätzen ist, als in der
Öffentlichkeit oft wahrgenommen“,
sagt Prof. Dr. Almut Steinbach.
Gastronomie in den Kategorien Arbeitsklima, Vergütung, Karrierechancen, Digitalisierung, Diversität,
Arbeitsbedingungen und Work-LifeBalance.
Zu den höchsten Zustimmungswerten gehörten insbesondere Aussagen
zur Zusammenarbeit verschiedener
Kulturen im Betrieb, zu abwechslungsreichen Aufgabenfeldern sowie
zu einem respektvollen Umgang im
Arbeitsalltag.
Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse
auch strukturelle Herausforderungen der Branche auf. So fällt die Zustimmung zur Aussage, dass eine
Neben den quantitativen Bewertungen konnten die Teilnehmenden
auch offene Rückmeldungen zu ihren Arbeitgebern geben. Besonders
häufig nannten sie positive Aspekte
wie Wertschätzung, flache Hierarchien, Respekt im täglichen Miteinander sowie ein familiäres Arbeitsumfeld.
DHBW-KOMPASS SEITE 16
Ehre, wem
Ehre gebührt
Das von Natalie A. Balch, Bettina Kaiser und Wolfgang Fuchs vor kurzem
neu aufgelegte Buch über Speiseund Getränkekarten – „Speise- und
Getränkekarten. Wie Sie Ihren gastronomischen USP besser gestalten“
– erfährt Anerkennung.
Die in
Deutschland
marktführende
Einkaufsund
Dienstleistungskooperation
Hotel- und
Gastronomie-Kauf eG
(HGK) mit
Sitz in Hannover hat anlässlich ihrer
Jahrestagung im Juni 2026 eine Sonderauflage herausgebracht. Parallel erschienen über das Buch sehr positive
Rezensionen in wissenschaftlichen Medien und in der Fachpresse.
Schon die Vorgängerwerke schafften
Sonderauflagen durch Anfragen nationaler und internationaler Getränkekonzerne oder Fachverbände. Im
Rahmen eines EU-Wissenstransferprojekts wurde es in der Vergangenheit
in die ukrainische Sprache übersetzt.
Die hochangesehene Neue Zürcher
Zeitung schrieb zur Erstauflage: „Zum
Glück gibt es ein Buch, dessen Lektüre man den Restaurantinhabern,
aber auch Serviceleitern und Küchenchefs empfehlen kann, ja muss.“
Veranstaltungs-®echt
In seiner Reihe „Messe-, Kongressund Eventmanagement“ stellt Professor Stefan Luppold einen weiteren
Band vor. Dabei dreht sich alles um
Fragen des Veranstaltungsrechts. Autor dieser zweiten und erweiterten
Auflage von „Veranstaltungs®echt –
Praxisfragen des gewerblichen
Rechtsschutzes bei Messen und anderen Veranstaltungen“ ist Martin
Glöckner. Er ist seit vielen Jahren Dozent in dem Bereich an der DHBW
Ravensburg.
In einer
so kreativen und
dynamischen
Branche
wie dem
Veranstaltungsmanagement
ist es unerlässlich
über
grundlegende Kenntnisse im Recht des geistigen Eigentums zu verfügen. Ziel
dieses Buches ist es, genau dieses
Grundwissen zu vermitteln. Die wesentlichen Schutzrechte des geistigen Eigentums werden praxisnah
und verständlich erläutert. Vom Urheber-, über Bild- bis Patent- und
Markenrechte.
Martin Glöckner ist als Rechtsanwalt
tätig. Er hat sich auf das Veranstaltungsrecht mit besonderem Fokus
auf das Recht der Messewirtschaft
spezialisiert. Verlag: Verlag Wissenschaft & Praxis, ISBN: 978-3-89673820-2