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HOCHSCHULE
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Simon Ottler verabschiedet sich in den Ruhestand
Prof. Dr. Simon Ottler wirkte zuletzt sechs Jahre lang als Prorektor und Dekan der Fakultät für Wirtschaft
Nach 25 Jahren an der DHBW Ravensburg verabschiedet sich Prof. Dr.
Simon Ottler in den Ruhestand.
Nach seinem Start im Studiengang
Medien und Kommunikation wirkte
er zuletzt sechs Jahre lang als Prorektor und Dekan der Fakultät für
Wirtschaft. In dieser Zeit sind verschiedene Studiengänge neu entstanden, die das Studienangebot der
Hochschule strategisch geschärft haben. Ein besonderes Anliegen waren
ihm der Aufbau und die Entwicklung des noch jungen Bereichs Forschung an der DHBW.
Rektor Prof. Dr.-Ing. Robert Watty
blickte bei seinem Abschied vor allem auf Ottlers Weg als Dekan der
Fakultät Wirtschaft zurück. In der
Zeit hat er gemeinsam mit den Kolleg*innen die Studiengänge Agrarwirtschaft sowie Data Science und
Künstliche Intelligenz entwickelt.
Zukunftsfähig ausgerichtet wurde
auch das Studienangebot BWL-Digital Business Management. Entstanden ist zudem ein Zentrum für Angewandte Ökonomik und es wurden
13 Professor*innen-Stellen besetzt.
Ein fester Anker seiner Arbeit war
dabei stets das Qualitätsmanagement, um das Bachelor-Studium gemeinsam mit den Dualen Partnern
zukunftssicher aufzustellen.
Prof. Dr. Simon Ottler bei seinem Abschied im Kreis der Mitarbeitenden.
tion, Transfer). Eine Struktur, von
der Duale Partner und Studierende
gleichermaßen profitieren. Seine wissenschaftliche Leidenschaft zeigt sich
auch in der akademischen Nach-
wuchsförderung: Ottler begleitete
mit Franziska Baar und René Resch
gleich zwei der bisher drei erfolgreichen Promovierenden der Fakultät
Wirtschaft zu ihrem Doktortitel.
Zuverlässig, fachlich kompetent, gelassen und mit „situativem Humor“
Prof. Dr. Petra Radke, Studiengangsleiterin Medien und Kommunikation,
hat viele Jahre eng mit Simon Ottler
zusammengearbeitet. Sie beschreibt
ihn als zuverlässig, fachlich kompetent, gelassen und mit „situativem Humor“. Als einen, der als Dekan genauso souverän Duale Partner aus der
Agrarwirtschaft in Gummistiefeln besucht wie er durch seine strukturierte
Arbeitsweise das Dekanat Wirtschaft
an der DHBW Ravensburg leitete.
Prof. Dr. Simon Ottler begann seine
Laufbahn an der DHBW im Jahr
2001 als Lehrprofessor, er übernahm bereits ein Jahr später die Leitung des Studiengangs BWL-Medienund Kommunikationswirtschaft. In
verschiedenen Gremien wie der landesweiten Evaluierungskommission
Wirtschaft, dem Örtlichen Senat und
dem Hochschulrat gestaltete er die
Entwicklung der Hochschule von Beginn an aktiv mit.
Herzensangelegenheit Forschung
Als echter Vorreiter erwies sich Ottler beim Thema Forschung: Er gründete in Ravensburg das Zentrum für
empirische Kommunikationsforschung und leitete dieses viele Jahre.
Die dort etablierten Kernelemente –
kooperative Forschung, umfangreiche Schulungsangebote für Studierende und eine hochkarätig besetzte
Jahrestagung – wurden zur Blaupause für die spätere campusweite
„FIT-Struktur“ (Forschung, Innova-
Rektor Prof. Dr. Robert Watty überreicht Simon Ottler ein Bild mit Impressionen aus
den vergangenen 25 Jahren.
Prof. Dr. Petra Radke und Prof. Dr. Friedrich Then Bergh waren für Simon Ottler Wegbegleiter der ersten Stunde.
Mark Schutera verstärkt den Studiengang Data Science und KI
Vorlesungen in Numerik, Unsupervised Deep Learning, AI Engineering, Large Language Models und Agentensysteme sowie Embodied AI
Mit Mark Schutera gewinnt die
DHBW Ravensburg einen ausgewiesenen AI-Experten für den Studiengang Data Science und Künstliche
Intelligenz. Der promovierte Ingenieur verfügt über umfangreiche Erfahrung aus Industrie und Forschung, die er seit April in Lehre,
Forschung und angewandte Projekte einbringt.
bung erzeugen Fortschritt und tiefes
Verstehen.“
melte Mark Schutera unter anderem
in Stockholm an der KTH, in Tel
Aviv bei SAP und bei einem Forschungsaufenthalt im ZF Innovation
Hub in Sunnyvale in Kalifornien, in
Zusammenarbeit mit dem renommierten Deep Drive Consortium der
UC Berkeley.
Mark Schutera hat Erfahrungen in
der Praxis bei der ZF Friedrichshafen gesammelt
Zuletzt als Head of
Industrial AI Global Operations bei
ZF LIFETEC
„Viele spannende
Projekte entstehen
Schon seit 2019 lehrt Schutera, die
Der 35-Jährige hat in den vergangeProfessur an der DHBW war daher mit und in der
Seine Schwerpunkt in der Lehre rei- nen neun Jahren bei der ZF Friedein naheliegender Schritt. Hier ist
chen von den mathematischen richshafen gearbeitet, zuletzt als
er schnell angekommen: Ein erstes Industrie. Die
Grundlagen der Numerik über Un- Head of Industrial AI Global Opegemeinsames Paper ist bereits angesupervised Deep Learning, AI Engi- rations bei ZF LIFETEC. Dort vernommen, die ersten Klausuren sind Forschung kann
neering, Large Language Models antwortete er die globale AI-Strategeschrieben und ein kleines Robound Agentensysteme bis an die gie des Unternehmens in der Proterlabor in Betrieb genommen. Am dann erinnern,
Schnittstelle zu Embodied AI. Ei- duktion, baute internationale Teams
dualen Prinzip reizt ihn besonders
gene Akzente setzt er mit Fächern aus AI-Architekten und Ingenieuren
der ständige Austausch mit Unter- dass die Zukunft
wie Philosophy of AI und Discipli- auf und entwickelte zentrale Plattnehmen über die Studierenden und
ned Vibe Coding.
formen für den produktiven Einsatz Technologie (KIT). Seinen Fokus den dadurch ermöglichten Wissens- schon da ist, nur
von AI. „Industrial AI“, wie er sagt. legte er aber ganz früh auf kognitive transfer. „Viele spannende Projekte
Was erwartet die Studierenden bei Zuvor leitete er als Teamleiter inter- technische Systeme: Seinen Master entstehen mit und in der Industrie. eben ungleichmäihm? „Ich lasse gerne Freiräume“, nationale Entwicklerteams in der machte er gemeinsam mit dem Ro- Die Forschung kann dann erinnern,
sagt Schutera, „Wissen und Können Forschung und Entwicklung in der botik-Spezialisten KUKA zum dass die Zukunft schon da ist, nur ßig verteilt",
entstehen im gemeinsamen Zusammenspiel, das ist kein passiver Prozess, hier wird nichts vorgesetzt oder
verordnet. Ich schaffe die Bedingungen, dann entscheidet es sich bei
und durch die Studierenden.“ Scheitern ist für ihn kein Makel, sondern
Methode: „Das Überkommen von
Schwierigkeiten ist das Medium, das
es nicht zu vermeiden sondern zu
suchen gilt. Widerstand und Rei-
Validierung im autonomen Fahren.
Eine Tätigkeit am Puls neuester Entwicklungen, eng verzahnt mit industriellen Anwendungen, aus der unter anderem zahlreiche wissenschaftliche Publikationen und Patente
hervorgingen.
Ursprünglich studiert und promoviert hatte Mark Schutera Maschinenbau am Karlsruher Institut für
Thema Unsupervised Learning auf
Kollaborativen Robotern. Bei seiner
Promotion ging es dann um Kognitive Wahrnehmungssysteme im Autonomen Fahren. „Eigentlich hat
sich das Gebiet meiner Forschungsinteressen nie verändert, das Feld
bewegt sich nur sehr schnell", sagt
Mark Schutera.
Internationale Erfahrungen sam-
eben ungleichmäßig verteilt", so
Schutera – er lädt Industriepartner
ein den Kontakt zu suchen.
Nicht zuletzt ist Mark Schutera auch
in der Politikberatung aktiv: Er wirkt
im Experten Forum des AI Office
der Europäischen Kommission mit,
ist als Experte im KI Bundesverband
engagiert und in weiteren AI-Gremien vernetzt. Ein AI-Allrounder.
Mark Schutera